Arbeitsrecht für Arbeitgeber


Als Arbeitgeber in jeder Situation rechtssicher auftreten

Ein Arbeitgeber kommt bereits mit dem Arbeitsrecht in Berührung, wenn er eine Stelle ausschreibt. Die Formulierung darf niemanden diskriminieren und so dürfen Geschlecht, ethnische Wurzeln, Alter, Religionszugehörigkeit oder Behinderungen nur in gut begründeten Ausnahmefällen eine Rolle spielen.

Einstellung und Arbeitsvertragsformulierungen

Wer als Arbeitgeber von Anfang an auf der rechtlich richtigen Seite stehen will, der lässt sich am besten rechtzeitig von einem Anwalt für Arbeitsrecht beraten. Arbeitsrecht für Arbeitgeber hat viele verschiedene Facetten und betrifft weitaus mehr als die richtige Stellenausschreibung. Vom geschickt und treffend formulierten Arbeitsvertrag über die Ausstattung des Arbeitsplatzes bis zum Kündigungsrecht wegen Arbeitsverweigerung erstreckt sich der Themenbereich. Täglich können neue Fragen auftreten. Arbeitsrechtliche Fragestellungen betreffen den Inhaber eines familiären, kleinen Handwerksbetriebs ebenso wie die Entscheidungsträger an der Spitze eines Großkonzerns.

Betriebsrat und Betriebsverfassungsrecht

Das Kollektivarbeitsrecht bleibt den größeren Betrieben vorbehalten. Wie er sich rechtlich verhalten sollte, wenn Gewerkschaftsfunktionäre in seinem Unternehmen einen Betriebsrat gründen wollen, und mit welchen Ansprüchen er rechnen muss, kann der Arbeitgeber dem Betriebsverfassungsgesetz entnehmen. Ratschläge aus der Praxis erhält er vom erfahrenen Rechtsanwalt, der sich täglich mit arbeitsrechtlichen Fallkonstellationen beschäftigt. Der Rechtsanwalt kennt die Rechtsprechung der örtlich zuständigen Arbeitsgerichte, der Landesarbeitsgerichte und des Bundesarbeitsgerichts zu einzelnen Fragen.

Betriebsbedingte Kündigungen und soziale Auswahl

Für den Arbeitgeber, der mehr als zehn Beschäftigte in seinem Betrieb hat, ist das Kündigungsschutzrecht wichtig. Ob das Kündigungsschutzgesetz im Einzelfall anwendbar ist, sollte der Rechtsanwalt prüfen, bevor die ordentliche, betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen wird. Die Auswahl des zu kündigenden Arbeitnehmers darf der Betriebsinhaber nicht nach Sympathie vornehmen oder indem er der eigenen Einschätzung zum Wert der konkreten Person für den Betrieb folgt. Das Kündigungsschutzgesetz sieht vielmehr eine Sozialauswahl nach festgelegten Kriterien vor. Dazu gehören die Dauer der Betriebszugehörigkeit, Unterhaltsverpflichtungen und Lebensalter. Kann der Arbeitgeber in einem Kündigungsschutzgesetz dem Arbeitsgericht nicht nachweisen, dass er die Sozialauswahl korrekt durchgeführt hat, ist die Kündigung deshalb unwirksam. Es droht die Verpflichtung zur Weiterbeschäftigung oder die Verpflichtung, dem Arbeitnehmer eine Abfindung dafür zu zahlen, dass er auf Weiterbeschäftigung verzichtet.

Mobbing: Kündigung als letzte Möglichkeit

Kommt es in einem Betrieb zu Fällen von Mobbing, kann sich der Arbeitgeber nicht zurücklehnen, auch wenn er selbst sich allen Mitarbeitern gegenüber korrekt verhalten hat. Der Arbeitgeber ist in der Pflicht, wenn Beschäftigte durch ihren Vorgesetzten benachteiligt werden oder Mobbing zwischen gleichgestellten Mitarbeitern stattfindet. Im Interesse des gemobbten Arbeitnehmers muss er dafür sorgen, dass die Übergriffe eingestellt werden. Das ergibt sich aus der im Arbeitsrecht bekannten Fürsorgepflicht, die eine Nebenpflicht des Arbeitsvertrages ist. Existiert ein Betriebsrat, kann dieser als letzte mögliche Maßnahme sogar verlangen, das Arbeitsverhältnis des „Mobbers“ zu kündigen, wenn die Situation anderweitig nicht zu stoppen ist.

Vorausschauende Beratung in vielen Situationen

Manchmal kann es schon fast zu spät sein, sich mit Problemen erst dann zu befassen, wenn sie konkret auftauchen. Deshalb ist es für Arbeitgeber sinnvoll, den Anwalt für Arbeitsrecht als ständigen Berater zur Seite zu haben. Der Anwalt auf dem Gebiet des Arbeitsrechts für Arbeitgeber bietet verschiedene Leistungen an. Dazu gehören das Formulieren und Prüfen von Arbeitsverträgen und Betriebsvereinbarungen, die Korrespondenz mit dem Betriebsrat, die Durchführung der Sozialauswahl vor Kündigungen und die Beratung dazu, wann eine fristlose Kündigung angebracht ist.

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